Termine
Veranstaltungskalender 2012
im Namen der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft, Landesgruppe MV,
möchte ich Sie zu folgenden Exkursionen sehr herzlich einladen:
Grundsätze und Ziele
Die Ziele der ANW
Die ganzheitliche Betrachtung des Waldes als dauerhaftes, vielgestaltiges und dynamisches Ökosystem ist die Grundidee naturgemäßer Waldwirtschaft.
Natürlich ablaufende Prozesse in Waldökosystemen sollen zur Optimierung naturgemäßer Waldwirtschaft konsequent erforscht und genutzt werden.
Ökonomische Ziele stehen im Vordergrund. Sie werden nachhaltig nur bei Beachtung ökologischer Erfordernisse erreicht.
Sozial- und Schutzfunktionen des Waldes werden im Rahmen naturgemäßer Waldwirtschaft regional und betrieblich differenziert erfüllt.
Die Individualität jedes Betriebes bleibt erhalten.
Die verschiedenen Entwicklungsstufen des Waldes sind auf der gleichen Fläche und nicht nebeneinander angeordnet. Dies ist Voraussetzung für eine weitgehende Stetigkeit des Waldökosystems im Sinne eines Dauerwaldes.
Die Grundsätze der ANW
1. Waldbau und Betriebswirtschaft
·Schonender Umgang mit dem Standortpotential.
- Standortgerechte Baumarten der natürlichen Waldgesellschaften, fremdländische Baumarten werden nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
- Mischung standortgerechter Baumarten unterschiedlicher Dimension und Alter.
- Einzelstammweise Pflege und Nutzung (Plenterprinzip) im Sinne permanenter Auslese und Vorratspflege.
·Waldverträgliche Schalenwilddichten
2. Waldwirtschaft und Naturschutz
Naturgemäßer Wirtschaftswald ist Garant für umfassenden Waldnaturschutz.
Wesentliche ökologische Grundsätze naturgemäßer Waldwirtschaft sind:
·Stetigkeit von Produktion und Stoffumsatz
- Berücksichtigung auch kleinflächiger Standortunterschiede durch Förderung entsprechender Baumarten
- optimale Biodiversität durch horizontale und vertikale Mischung von Pflanzen auf ganzer Fläche
- hohe Artenvielfalt durch differenzierte lichtökologische Verhältnisse
- Biotopholzvermehrung
- grundsätzlicher Verzicht auf Biozidanwendung
Aktuell
Zum Verhältnis von Waldgehölzen und Wildtieren
Naturnahe und stabile Mischwälder sind für die Risiken des Klimawandels am Besten gewappnet. Die zentrale Voraussetzung hierfür sind angepasste Wildbestände. Im überwiegenden Teil Deutschlands sind allerdings immer noch zu hohe Schalenwildbestände vorhanden. Die Wildbestände sind daher auf ein Maß zu regulieren, das eine natürliche Verjüngung und ein gesichertes Heranwachsen der Mischwälder ohne Schutzmaßnahmen zulässt. Es muss endlich ein Weg zu einer Balance zwischen angepassten Wilddichten und einem naturnahen stabilen Mischwald gefunden, beschlossen und umgesetzt werden.
Mit dem Gutachten „Der Wald-Wild-Konflikt“ wurde 2010 eine Diskussion mit dem Ziel begonnen, wissenschaftliche Ansätze zur Problemlösung darzustellen und zu diskutierten.
Eine Kurzzusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen.
Die Diskussion wurde 2012 mit dem Wald-Wild-Forum fortgeführt.
Zu der Veranstaltung hatte die Arbeitsgruppe Wald und Wild eingeladen, die sich vor 2 Jahren auf Bundesebene gebildet hat und sich aus Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft, dem Naturschutz, der Versicherungswirtschaft, sowie wichtiger forstlicher Forschungseinrichtungen zusammensetzt.
Die Vorträge der Referenten könnten Sie unter www.wald-wild-forum.de herunterladen.
Weiter Infos erhalten Sie auch unter www.anw-deutschland.de .
Buchenwaldbewirtschaftung
Nach Jahren weitgehend fruchtloser und konfrontativer Diskussion zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft hat die ANW-Landesgruppe Brandenburg eine Exkursion in den Templiner Forst nahe Berlin in Abstimmung mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) organisiert.
Am Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmer von DFWR, Bundesamt für Naturschutz (BfN), BUND, NABU, Bund deutscher Forstleute und ANW einig, dass die in der „Templiner Erklärung“ zusammengefassten Ergebnisse einen bisher nicht dagewesenen Konsens ergeben haben.
Die „Templiner Erklärung“, die Sie hier herunterladen können, soll Grundlage für eine weitere Diskussion unter den Verbänden und auch innerhalb der ANW sein.